Unternehmer*innen für eine enkeltaugliche Wirtschaft von morgen
Arbeit ist auch Demokratiearbeit
Warum Unternehmen demokratische Räume sein können - und sollten
Demokratie entscheidet sich nicht nur in Parlamenten, Wahlen oder politischen Debatten. Sie entsteht auch im Alltag – dort, wo Menschen zusammenarbeiten, Verantwortung übernehmen, Konflikte lösen und gemeinsam Entscheidungen treffen: in Organisationen und Unternehmen.
Genau diesen Gedanken stellt die Konferenz „Arbeit + Demokratie – Arbeitswelt neu denken: als Resonanzraum der Demokratie“ in den Mittelpunkt. Am 15. und 16. April 2026 kommen in der Evangelischen Akademie Frankfurt rund 250–300 Teilnehmende aus Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft zusammen, um darüber zu diskutieren, wie demokratische Kultur im Arbeitsleben konkret gestärkt werden kann.
Die Konferenz wird von ZOON e.V. und Mehr Demokratie e.V. veranstaltet und versteht sich als Praxisplattform: Mit Fishbowls, Workshops und Impulsen werden Ansätze vorgestellt, die Beteiligung, Vertrauen und demokratische Kompetenzen im organisationalen Alltag fördern können.
Unternehmen als Lernorte der Demokratie
Viele gesellschaftliche Debatten drehen sich aktuell um die Frage, wie Demokratie resilient bleiben kann. Dabei wird ein Raum oft übersehen: die Arbeitswelt.
Unternehmen sind Orte, an denen Menschen täglich erleben,
- ob ihre Stimme gehört wird
- ob Entscheidungen transparent getroffen werden
- ob Konflikte respektvoll gelöst werden
- ob Vielfalt als Stärke verstanden wird
- und ob Verantwortung geteilt werden kann.
Wenn Organisationen Beteiligung ermöglichen, Feedback ernst nehmen und Verantwortung verteilen, entsteht mehr als nur eine bessere Unternehmenskultur. Es entsteht demokratische Praxis.
Die Konferenz spricht deshalb vom „Arbeitsraum als Resonanzraum der Demokratie“ – einem Ort, an dem Zugehörigkeit, Vertrauen und Würde entstehen können.
Programm: Demokratie praktisch denken
Zum Auftakt diskutiert eine Fishbowl zum Thema „Blindspot Arbeitsraum – das unerkannte Potenzial der Demokratie“, welche Rolle Arbeitskultur für Teilhabe, Vertrauen und Würde spielt.
Am zweiten Tag steht unter anderem die Frage „Demokratie + Wirtschaft“ im Fokus – etwa welche demokratischen Kompetenzen Organisationen brauchen, um auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.
Weitere Sessions widmen sich ganz praktischen Hebeln für Organisationen: Beteiligungsformate, transparente Entscheidungsprozesse, Schutz vor Diskriminierung sowie Lern- und Feedbackkulturen.
Warum diese Debatte wichtig ist
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wird deutlich: Demokratie braucht Räume, in denen Menschen Dialog, Verantwortung und Konfliktfähigkeit praktisch lernen können.
Die Arbeitswelt ist dafür ein zentraler Ort – vielleicht sogar einer der wichtigsten.
Wenn Unternehmen ihre Rolle als demokratiestiftende Organisationen bewusst annehmen, entstehen gleich zwei Gewinne:
für die Organisation selbst – und für die demokratische Kultur unserer Gesellschaft.
Konferenz „Arbeit + Demokratie – Arbeitswelt neu denken: als Resonanzraum der Demokratie“
15.–16. April 2026
Evangelische Akademie Frankfurt
Informationen
Veröffentlicht am 09. März 2026