Stefan Bechler

Geschäftsführer der Morphos GmbH Bildungsinstitut für wirtschaftliche Entwicklung

Das Verstehen der eigenen Unternehmenskultur ist überlebenswichtig.
Stefan Bechler

Stefans berufliche Laufbahn begann mit seinem Interesse an Zusammenhängen und Funktionsweisen. Ganz banal war das bei ihm das Verstehen Wollen der Funktionsweise des Verbrennungsmotors und der Antriebstechnik. Wie hängt das alles zusammen, wie greift dort eins ins andere und wie wird aus vielen kleinen Einzelteilen ein großes Ganzes.

Deshalb entschied er sich für ein Bachelorstudium in Maschinenbau. Dieses Studium sollte ihm das erwünschte Wissen und Verständnis liefern. Doch er hatte ein völlig falsches Bild. Es ging um theoretische Berechnungen, Kalkulationen, Biege- und Wärmelehre und sogar darum, Programme zu schreiben und Programmiersprachen zu lernen. Er hatte sich Praxis erhofft und bekam die volle Theorie-Keule - er brach ab.

Was nun? Stefan entschied sich, Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Die kann man immer gebrauchen und es gibt einem ein gewisses Grundverständnis von Zahlen und wirtschaftlichen Aspekten. Und er entdeckte sein Interesse an Zusammenhängen in Unternehmen. Wie kann man herausfinden wie viel Mitarbeiter ein Unternehmen benötigt? Wie funktioniert Buchhaltung? Was sind rechtliche Grundlagen? Das waren spannende Themen. Seine große Frage war immer – was bringt mir das für die Praxis und wie kann ich es anwenden? Seine Antwort: "Es ist die Grundlage! Bevor ich etwas Unternehmerisches starte, muss ich abwägen, ob es sich rechnet und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Was sind wichtige Parameter, auf die ich achten muss? Und das Spannende daran ist ja, dass es bei jedem Unternehmen ein bisschen anders gestaltet ist. Und genau hier wird Theorie zur Praxis."

Trotz alledem fehlte Stefan noch die Berücksichtigung vom „Faktor Mensch“.

Auf einer Messe begegnete er der Business School Berlin und war sofort gefesselt, denn genau hier wurde darauf eingegangen, was es für Bedeutungen für Menschen hat, sich in Unternehmen und auch im „normalen“ Alltag zu bewegen. Was da alles passiert, wo es Probleme geben kann, wo Dinge gut funktionieren und vor allem auch, wie Dinge zusammenhängen und sich gegenseitig bedingen. Es kam nun wie es kommen sollte, Er brach auch das BWL-Studium und begann sein Wirtschaftspsychologiestudium an der Business School Berlin. 

Endlich hatte er die Möglichkeit, seinem Interesse die Zusammenhänge wirklich zu verstehen, in einer entsprechenden Tiefe nachzugehen. Auch hier bildeten betriebswirtschaftliche Kennzahlen die Grundlage. Doch sie wurden als Symptom betrachtet, statt sie als unfehlbar hinzunehmen. Alltagsphänomene wurden in den Vordergrund gestellt. Und dabei war es egal, ob es um Phänomene in Unternehmen oder im privaten Kontext ging, denn eines hatten sie alle gemeinsam – es drehte sich um menschliches Erleben und Verhalten. Das hat eine ganz andere Tiefe als das Kalkulieren von Maschinenauslastungen.
Das merkte Stefan auch während seiner Tätigkeit als Werkstudent bei einer Unternehmensberatung. Zahlen und Formalien sind wichtig, aber im Grunde dreht es sich immer um die Personen, welche in diese jeweilige Lage geraten sind. Man kann planen, strukturieren und versuchen zu lenken so viel man will, aber wenn es nicht „den Kern“ trifft, ist es so gut wie verloren.

Endlich hatte Stefan das, was er wollte - praktisches Arbeiten mit dem methodischen Fokus darauf, welche Zusammenhänge psychologisch eine Rolle spielen.

Nach erfolgreichem Bachelor, setzte er mit dem Masterstudium in Wirtschaftspsychologie fort und absolvierte parallel eine 3-jährige Ausbildung in Analytischer Intensivberatung - ein tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren, welches ursprünglich als Kurzzeittherapie entwickelt wurde, aber mittlerweile auch in der Unternehmensberatung, bei Trainings und Coachings angewandt wird.

Inzwischen hat Stefan mehrere Jahre als Wirtschaftspsychologe Gründer*innen und Unternehmen beraten.
Seit September 2021 ist er Geschäftsführer der Morphos GmbH Bildungsinstitut für wirtschaftliche Entwicklung und hat die Herausforderung, all das, was er in den verschiedensten Studien gelernt und wozu er andere beraten hat, als GmbH-Geschäftsführer gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden umzusetzen und sich mit ihnen zu entwickeln.

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