Dirk Harste

Gründer der ecobrain AG

Technologisch gibt es keinen Grund mehr, Holz zu verheizen.
Dirk Harste

Nach einer erfolgreichen Karriere in der Industrie hat Dirk Harste mit über 50 mit zwei Freunden die ecobrain AG gegründet. Nun arbeiten die drei Manager aus der Life-Science-, Chemie- und Konsumgüterindustrie an der Entwicklung und Umsetzung von bahnbrechenden Upcycling-Ideen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Stoffen, die bisher verbrannt werden, soll ein neues Leben gegeben werden.

Die Mission: Knowhow für Produkte zur Verfügung stellen, mit dem die Kunden von ecobrain ihren ökologischen Fußabdruck auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft erheblich reduzieren können.

Eines der inzwischen produktionsreifen Produkte von ecobrain:
Die Herstellung eines Wert- und Werkstoffes für die Möbelindustrie aus dem „Abfall“ Kaffeesatz, der Holz ersetzen kann und nach seinem Einsatz wieder recyclingfähig ist.
Sprich: Laminat aus Kaffeesatz.
Voll ökologisch, ohne gesundheitschädliche Klebstoffe, nach seinem Einsatz wieder zermahlbar und erneut zu einem vollwertigen Werkstoff verarbeitbar.

Das ist Dirk sehr wichtig:
Ihn hat es seit vielen Jahren schon umgetrieben, warum Bindern von Holzwerkstoffen überhaupt gesundheitsschädliche Substanzen wie Formaldehyde oder Isozyanate zugesetzt werden müssen. Mit seinem chemischen Laienwissen und Neugier kam er dann in Kontakt mit einem Experten aus der chemischen Industrie.
Dieser hat ihm die Hintergründe erklärt: Dass die Entwicklungen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts kommen und aus Kostengründen an diesen Prinzipien nicht gerüttelt worden ist.

Für Dirk war dies wieder ein Beispiel, dass aus betriebswirtschaftichen Gründen gesundheitlich bedenkliche Materialien wissentlich eingesetzt werden, die dann z.B. in unseren Kinderzimmern ausgasen und die Raumluft belasten. Natürlich alles mit volkswirtschaftlichen Geldmitteln über Ämter, Forschungsinstitute und Materialprüfanstalten erforscht und reglementiert. Weltweit....

Aber den Schritt, diese Materialien komplett zu eliminieren, hat bisher noch kein Großer in der Holzwerkstoffindustrie konsequent umgesetzt. Da wird dann natürlich in der Lieferkette wieder darauf hingewiesen, dass "der Kunde dies nicht fordert" oder "der Kunde nicht bereit ist, dafür zu zahlen". Dies ist in Dirks Augen symptomatisch für das Wegschieben von Verantwortung: Hauptsache Umsatz und Ertrag stimmen.

Als weiterer Punkt hat Dirk gestört, dass die CO2 enthaltenen Holzspäne oder -fasern in den so gebundenen Platten verloren sind. Das Recycling ist ein energieaufwendiges Verfahren, welches sich kaum rechnet.

Aus diesen Gründen hat ecobrain mit seinen Partnern aus der Chemieindustrie die Forderung nach Verzicht auf Verwendung von Formaldehyd und Isozyanat sowie eine Recyclingfähigkeit diskutiert. Und glücklicherweise offene Ohren gefunden.

Technologisch gibt es nun keinen Grund mehr, Holz "zu verheizen", sondern man kann Holz im Kreislauf führen.
Die ecobrain hat diese Technologie auf Reststoffe ausgeweitet und hat bewiesen, dass mit diesem Ansatz Kaffeesatz, Pappbecher, Samenschalen und Altkleider stofflich genutzt und das gebundene CO2 gespeichert bleiben kann.

Dirk bringt in die Produkte und Verfahren von ecobrain seine langjährige Erfahrung als Maschinenbauingenieur und Geschäftsführer in der Kunststoffindustrie ein - ebenso wie seine Kollegen die Erfahrungen aus ihren Branchen.

Dirk sucht Partner aus der Möbelindustrie, die seine Holzersatzwerkstoffe einsetzen und so dafür sorgen, dass weniger Bäume gefällt werden müssen, Kaffeesatz nicht mehr verbrannt wird und den CO2-Ausstoß erhöht und die damit einen echten Cradle-to-Cradle-Shift ermöglichen.

Dirk und seine Kollegen sind bereit, sowohl die Kaffee-Produzenten dabei zu unterstützen, dass sie ihren Kaffeesatzabfall zu einem Wertstoff upcyceln können, als auch die Produzenten von Holzwerkstoffen, dass sie künftig in der Lage sind, diesen neuen Werkstoff zu verarbeiten und damit einen echten ökologischen Unterschied zu machen.
Und das in Zeiten dramatisch steigender Holzpreise!

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