Andrea Bury

Gründerin von ABURY Collection und der ABURY Foundation

Nachhaltigkeit beginnt beim Lächeln für die Kassierer*in an der Supermarktkasse. Bei dem Kaugummi, den man nicht auf die Straße spuckt. 
Andrea Bury

„Der Earth Overshoot Day ist erstmals am 31.12. - wir verbrauchen nur noch so viel, wie die Erde zur Verfügung stellen kann.“

Von dieser Schlagzeile träumt Andrea Bury.
Und mit Abury Collection und den Projekten der ABURY Foundation arbeitet sie stetig dafür.

Angetreten war sie nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften für eine internationale Karriere im Marketing und Sponsoring - und war darin auch richtig erfolgreich. Laureus World Sports Awards, Mercedes-Benz, O2, Formel 1 sind renomierte Stationen.

Ein Erlebnis bei der Formel 1 im Jahr 2005 hat dann wortwörtlich Andreas Leben verändert. Bei einer Busfahrt mit VIP-Gästen zum Rennen in Sao Paolo ging es durch eine Favela. Menschen klopften an die Scheiben und bettelten um Essen. 15 Minuten später ließen die Gäste die erste Magnum Champagner-Flasche im VIP Bereich knallen. Von diesem Moment an beschäftigte Andrea das Thema soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit intensiv.

Sie fragte sich: Was kann ich mit meinem Wissen, meinen Fähigkeiten, meinen Verbindungen tun?
Ein erster Schritt war der Versuch, Events nachhaltiger zu gestalten.
Um Nachhatligeit und Innovation näher zusammenzubringen, initiierten sie und ihr damaliger Mann einen Think Tank. Für diesen renovierten sie ein Haus in der Medina von Marrakesch als Begegnungsort zwischen weit auseinander liegenden Kulturen und Erfahrungswelten, um den Geist für ein Denken außerhalb der gewohnten Grenzen zu öffnen - Riad „AnaYela - A Place of Inspiration", das Andrea heute noch führt. Das Hotel erhielt zahlreiche Auszeichnungen für den Service, Teamführung und Design.

Die Begegnung mit den Menschen, der Kultur und den Produkten im Marrakesch, das Leben und Arbeiten dort, bewegten sie tief. Sie fand es einfach unfair, dass die Fähigkeiten der Menschen nicht angemessen (auch monetär) wertgeschätzt wurden. Sie bedauerte, dass die hohe Handwerkskunst durch den Import von billigen Massenprodukten verlorenzugehen drohte. Und sie erfuhr, wie wenig Entscheidungsfreiheit Frauen dort hatten und z.T. heute noch haben.

Dies alles inspirierte Andrea, 2011 ihr Social Fashion Business ABURY Collection zu starten.

ABURY bringt junge Designer*innen mit Mastercraftsmen- und women aus aller Welt zusammen, um neue, einzigartige Kollektionen entstehen zu lassen und vor Ort in Marokko, Ecuador, Indien, Rumäniden, Peru, Kenia, Tansania, Elfenbeinküste, Brasilien, Südafrika unter Nutzung der traditionellen Handwerkstechniken zu fertigen.
50% der Profits gehen an die ABURY Foundation. Hier werden Projekte zur Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen vor Ort initiiert. 


Seit 2017 ist ABURY Bcorp zertifiziert (was Fair Trade für Kaffee, ist Bcorp für das Unternehmen).

Heute gibt Andrea ihre Erfahrungen über das ABURY Positive Impact Lab auch an andere Unternehmen weiter.

Andrea ganz privat:

  • schreibt Tagebuch und sagt: "Selbstreflexion hilft auf jeden Fall beim nachhaltigen Leben 😉"

  • isst seit 30 Jahren kein Fleisch mehr,

  • fährt öffentlich und mit dem Fahrrad,

  • versucht sich mit festem Shampoo (was bei ihrer Haarpracht einen Herausforderung ist),

  • wohnt in einer WG,

  • bäckt gern Brot.


Wir freuen uns ganz besonders, dass Andrea unseren Kongress 2023 bereichert.

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